They just fade away – Garrison die Dritte

20 11 2009

von Christian Danzl

Von den Garrison 3-D Matritzen wurde hier schon berichtet. Auch über die Möglichkeit, weit offene Approximalräume wieder ordentlich mit Komposit zu versorgen. Inclusive strammem Kontakt.
Wie aber schon früher beschrieben ist die Verbindung von hartem Kunststoff zum weichen Material an den Arbeitsenden dem Praxisalltag nur bedingt gewachsen. Schon nach wenigen Sterilisationsvorgängen löste sich die Verbindung der beiden Kunststoffe schleichend, was durch weitere Aufenthalte im Autoklaven zum Totalverlust der Verbindung führte. Leider.

Man kann die Spannringe zwar noch einsetzen, aber der Approximalraum wird nicht mehr sauber gestaltet und für einen strammen Kontakt muss man ein wenig tricksen.
Schade eigentlich.





Quecksilberbelastung

19 10 2009

von Christian Danzl

In den letzten Tagen bekamen wir eine telefonische Anfrage, ob wir extrahierte Zähne mit Amalgamfüllungen in der Praxis hätten.
Haben wir. Sobald ein Molar der Parodontitis zu Opfer fällt, wird er desinfiziert und aufgehoben. Man braucht sie eben hin und wieder um neue Feilensysteme zu testen oder ähnliches.

Die Firma Grimm Aerosol Technik – die eigentlich spezialisiert ist auf Feinstaubmessung - war auf der Suche nach Möglichkeiten um Quecksilberbelastung zu testen. Eine Zahnarztpraxis bietet sich hier natürlich an.

Am nächsten Tag kam ein Techniker der Firma mit einem Messgerät, welches die Quecksilberkonzentration der Luft messen kann.

Der erste Test war ein kleiner Plastikbeutel 4×6 cm mit 2 Zähnen darin. Einer davon hatte eine sehr große Amalgam-Füllung.
Wert: 0,14 mg/cbm
Nach kurzem Reiben der Zähne aneinander stieg der Wert auf 0,688 mg/cbm. Nach ca. 15 min war der Wert wieder auf auf 0,140 gefallen.

2. Test: Raumluft eines Behandlungszimmers, wo vor ca. 15 min eine Amalgamfüllung ausgebohrt wurde.
Wert: 0,006 mg/cbm, eine weitere Messung nach 5 min ergab noch einen Wert von 0,003.

3. Test: Die Schublade wo der Duomat Amalgamanmischer bis vor 5 Jahren ca.20 Jahre seinen Dienst verrichtete.
Klappe auf, Messschlauch eingeführt, Klappe zu.
Ergebnis: 0,01 mg/cbm
Wohlgemerkt: Seit 3 Jahren wird in dieser Praxis kein Amalgam mehr gelegt, und der Duomat ist seit mindestens 5 Jahren nicht mehr in der Praxis.

Wenn ich mir die Werte so ansehe, bin ich nicht sonderlich beruhigt. Zumal der Quecksilberdampf sich sehr schnell verflüchtigt, wie auch der Techniker bestätigte.
Die Spitzenwerte beim Entfernen einer Füllung wären durchaus noch interessant, und zwar da gemessen, wo der Behandler und die Helferin die Luft zum Atmen „absaugen“.

Ich schätze, es werden weitere Messungen folgen…





Wattestäbchen

17 10 2009

von Christian Danzl

In einer Kurstadt wie Bad Reichenhall sind Kinder seltener zu behandeln, als Menschen im fortgeschrittenen Alter. So kommt es auch, dass in unserer Praxis mehr Teleskoparbeiten als Fissurenversiegelungen anfallen. Die Teleskope passen eigentlich immer ganz gut, nur hin und wieder gehen etwas zu streng. Zum Erweitern der Sekundärteleskope funktioniert die Jelenko-Polierpaste ganz gut. Probleme macht eigentlich nur hin und wieder das Säubern der Innenseite. Abhilfe gab’s für mich im Drogeriemarkt:

Watte-Stäbchen.

Genau die zum Reinigen der Ohren. Das Stäbchen hat ziemlich genau den Durchmesser von 2,35 mm für das Technik-Handstück. In der Mitte auseinander geschnitten, eingspannt in das Handstück und eingetaucht in Alkohol oder ein anderes Lösungsmittel lassen sich die Teleskope wunderbar von innen reinigen. Und noch dazu preiswert.

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Wohlgeruch?

14 10 2009

von Christian Danzl

Neulich war es wieder soweit. Ich ging von einem Behandlungszimmer auf den Gang und…
…ich habe schon gerochen wer gerade die Praxis betreten hat. Wahrscheinlich bin ich nicht der einzige Zahnarzt, der Patienten mit (tw. seeeehr aufdringlichem) Körpergeruch hat. Bei uns werden diese Patienten normalerweise schnell ins Behandlungszimmer verfrachtet – damit die Patienten im Wartezimmer nicht allzusehr belastet werden – und bei offenem Fenster behandelt. Alle sind froh wenn diese, Gottseidank wenigen Patienten, die Praxis wieder verlassen haben. Mit großzügigem Lüften ist meist in 15 min der größte Mief draussen. Das klassische Flieder-Raumspray sorgt auch nicht schneller für Wohlgeruch.

Bei dem letzten „schweren Fall“ habe ich an die Räucherstäbchen gedacht, die schon länger in der Praxis liegen: Innerhalb von 10 min war die gesamte Praxis von üblen Gerüchen befreit.

Wenn Sie das nächste mal an einem Laden vorbeikommen, wo Räucherstäbchen angeboten werden (gibt es auch in Einrichtungshäusern als Raumparfum, z.B. Interio, oder bei Amazon), gehen Sie ruhig rein. Es gibt Unmengen von verschiedenen Düften, es ist bestimmt einer dabei, der Ihnen gefällt und zur Praxis passt. Lassen Sie sich beraten, es gibt bestimmt auch Düfte die „angstlösend“ sein sollen. Schaden kann es nicht. Und vielleicht gefällt es auch den Patienten, wenn es nicht immer penetrant „nach Zahnarzt“ riecht in der Praxis.





Für das tapfere Schneiderlein

9 10 2009

von Christian Danzl

Wie versprochen – was Neues von Hilmar O. Kirchner/HK instruments:

Für alle die weiter um die Ecke schneiden wollen wie die Anderen. Eine Mikroschere für schlecht zugängliche Stellen. Kröpfung 45° und Innenfeder. Der Preis – 185 Euro.